Urlaub mit Hund

Auf YouTube habt ihr in meinem Urlaubs-Vlog ja vielleicht schon einen kleinen Einblick in den Urlaub mit Hund bekommen. Allerdings muss man natürlich sagen: Es ist nicht alles Gold was glänzt. Vielleicht ist das etwas zu hart ausgedrückt, aber das war eben kein Urlaub, wie wir es sonst gewohnt sind.
Es beginnt schon bei der Suche nach einem Urlaubsziel. Wohin dürfen wir überhaupt mit einem Listenhund reisen? Eine ausführliche Liste dazu findet ihr ➡️ hier ⬅️ .

In den Niederlanden ist das alles ziemlich einfach: Man muss den EU Heimtier-Pass mitführen, der Hund muss gechipt und gegen Tollwut geimpft sein. Außerdem gibt es in den Niederlanden keine Maulkorb- und Leinenpflicht. Allerdings müssen die Hunde in bestimmten Gebieten an der Leine geführt werden, das ist aber immer explizit ausgeschildert. An den Stränden können die Hunde in der Nebensaison (Oktober bis April) meist frei laufen (genaueres ➡️ hier ⬅️). Nachdem wir all das in Erfahrung gebracht hatten mussten wir man aber auch noch eine passende Unterkunft finden. Auch das war in den Niederlanden kein Problem. Zuerst waren wir in Wijk aan Zee im Hotel Het Hohe Duin, dort war es überhaupt kein Problem Hippo mitzunehmen. Allerdings sind die „Hundezimmer“ natürlich auch nicht die frisch renovierten. Die Zimmer waren völlig okay, aber eben auch nicht die Aushängeschilder mit denen das Hotel wirbt. Sogar zum Frühstück hätte Hippo mitgedurft, aber für die Zeit haben wir ihn auf dem Zimmer gelassen. In Alkmaar haben wir uns über Airbnb eine Ferienwohnung gebucht, da muss man eben auch schauen, ob Haustiere erlaubt sind. Unterkunft gefunden. Weiter geht’s beim Packen: Haben wir alles für den Hund? Genug Futter? Den Heimtier-Pass? Wenn wir alles haben muss es jetzt nur noch ins Auto passen. Gar nicht so einfach mit einer (etwas zu großen) Hunde-Box im Kofferraum. 🙈 Aber Fabian hat glücklicherweise alles fachmännisch verstaut. Wir haben das Glück, dass Hippo ein absoluter Fan vom Autofahren ist. Wenn ein Hund das nicht so gern hat, stelle ich mir eine Fahrt in den Urlaub auch ziemlich unentspannt vor. Aber Hippo hat schon geschnarcht bevor wir auf der Autobahn waren und ist auch erst kurz bevor wir am Ziel waren aufgewacht. 2,5h Autofahrt – kein Problem.


Gut, wir sind nun also angekommen. Hippo ist natürlich verwirrt von der neuen Umgebung. Er erkundet erstmal alles genau und schnüffelt sich durch das Hotelzimmer. Lauter ungewohnte Geräusche auf dem Flur, gelegentlich mal das Bellen anderer Hunde. Hat man einen Hund, der bei jedem Bellen völlig eskaliert, ist natürlich auch das ziemlich anstrengend. Hippo hat gelegentlich aufgemuckt und wollte zeigen, dass er auch da ist um unser Zimmer zu bewachen, aber das war’s auch schon. Also alles völlig im Rahmen. 👍😊
Das war ein anstrengender Tag. Am liebsten würde man einfach um 21h schon schlafen gehen. Aber das geht bei uns leider (noch) nicht. Denn Hippo muss ja nochmal raus. Das heißt so gegen 22:30h schnell nochmal die Schuhe an und raus auf eine kleine Pipi-Runde. Der Hund schnüffelt und schnüffelt, weil ja alles so anders riecht. Pipi machen dauert also noch etwas. Wenn er seine Blase dann zur Nacht geleert hat geht es (endlich!) ins Bett. Hippos Decke liegt neben dem Bett. Ich glaube erstmal war er beleidigt, dass er wie ein Hund auf einer läppschen Decke schlafen sollte, nicht wie sonst in seinem herrlich komfortablen orthopädischen Hundebett. 😂 Jaja, die Probleme eines Luxushundes. Ich glaube aber, dass er so nah bei uns liegen konnte, hat das ganze erstmal entschädigt. Aber natürlich hatten wir in der ersten Nacht in fremder Umgebung nicht besonders viel Schlaf. Ausschlafen war ebenfalls nicht drin. Dafür hatte ich noch vor dem Frühstück einen schönen Spaziergang in den leeren Dünen. Wir entschieden uns Hippo beim Frühstück auf dem Zimmer zu lassen, einfach weil wir in Ruhe frühstücken wollten. Das klingt jetzt gemein, ich weiß. Aber Hippo ist einfach noch zu verrückt nach anderen Hunden. Und wenn ich am Tisch sitze möchte ich in Ruhe essen und nicht ständig an der Hundeleine ziehen, weil Hippo mit dem Hund am Nachbartisch spielen möchte. Die Strandspaziergänge am Nachmittag waren natürlich ein Traum. So schmuddelig und sandig wie Hippo danach war, haben wir ihn immer schnell einmal unter der Dusche abgebraust. Auch das lässt er sich glücklicherweise gut gefallen. Manchmal sieht es sogar fast aus als würde er es genießen.


So viel zum Strandurlaub mit Hund. Nun geht’s ab in die Stadt. Neue Umgebung. Neue Unterkunft. Wir haben das Auto in einem Parkhaus nicht weit von unserer Unterkunft stehen gehabt. Die Ferienwohnung war quasi mitten in der Stadt. Das heißt für Hippo direkt das volle Programm an Stadt-Stress. Radfahrer von der einen Seite, Rollerfahrer von der anderen. Von hinten kommt ein Auto. (Das Fahrverbot in der Stadt wird hier offenbar nicht so ernst genommen.) Also, nicht nur Stress für den Hund, auch Stress für uns. Wir sind in der Ferienwohnung angekommen und wieder beginnt das Schnuppern und Erkunden der neuen Umgebung. Allerdings war es schon eine kleine Herausforderung Hippo erstmal in die Wohnung zu bekommen. Das kleine Nilpferdbaby läuft ja keine Treppen und was hatten wir vor uns? Zwei steile Wendeltreppen mit jeweils 13 Stufen – klar, da hätte man sich vorher besser informieren müssen. Aber Übung macht den Meister, zum Schluss ging auch das mit Treppen ohne Probleme. Auch in der Ferienwohnung hat sich Hippo gut eingelebt, aber ein Stadtspaziergang war dennoch immer eine kleine Herausforderung für ihn (weil er es auch einfach nicht gewohnt ist!).
Alles in allem war es natürlich trotzdem ein toller Urlaub. Aber eben einfach anders als sonst. Wenn ihr noch Tipps für den Urlaub mit einem (Listen-)Hund habt, schreibt sie gern in die Kommentare. 😊

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